Der angebotene Kurs findet im Rahmen der Christengemeinschaft, in der Gemeinde Stuttgart-Sillenbuch/Riedenberg, statt. Diese Gemeinschaft setzt keine Kursgebühren im Sinne einer Bezahlung für eine Leistung an, sondern finanziert sich ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen. Somit bitten wir für diesen Intensivkurs um eine Spende als Beitrag.
Bei diesem Kurs handelt es sich um eine Arbeit, die auf eine Erweiterung des Bewusstseins und die Entwicklung neuer Fähigkeiten zielt. Damit berührt der Kurs unmittelbar den Bereich des Rechtslebens und der Ausgleichsbildung.
In der anthroposophischen Geisteswissenschaft wird darauf hingewiesen, dass jede Steigerung des Bewusstseins einen realen Gewinn darstellt – und dass jeder Gewinn ein Äquivalent verlangt. An dieser Stelle taucht sogleich das geistige Wesen Ahriman auf. Er erscheint in diesem Zusammenhang nicht als widersacherliche Gestalt, sondern als Hüter der Ausgleichsgesetze: Wo der Mensch von Leistungen profitiert, die er nicht selbst geschaffen hat, entsteht eine Verpflichtung zum Ausgleich.
Wird dieser Ausgleich nicht bewusst und geordnet erbracht, kann er sich auf andere Weise geltend machen: durch innere Unruhe, leidenschaftliche Missverständnisse, Gruppenkonflikte, Erschöpfung, Blockaden oder dadurch, dass das Errungene später wieder an Kraft verliert. Die Spende dient daher nicht der „Bezahlung“ des Kurses, sondern dem Schutz des gesamten Prozesses – für die Teilnehmenden ebenso wie für den Kursleiter als auch der gesamten Trägerschaft.
Gerade in Gruppenarbeiten ist ein individueller Ausgleich kaum praktikabel. Deshalb braucht es eine gemeinsame, einfache und für alle nachvollziehbare Form des Äquivalents. Die Spende stellt eine solche Form dar: Sie schafft Verbindlichkeit, erdet den Prozess und verhindert, dass der notwendige Ausgleich später auf unbewusste oder belastende Weise eingefordert wird. Die Spende ist somit Ausdruck von Mitverantwortung für einen geschützten und tragfähigen Kursrahmen. Sie ist kein Preis, sondern eine bewusste Ordnungshandlung im Sinne des Rechtslebens.
Bei der Bestimmung der Höhe dieser Spende ist jeder eingeladen, aufmerksam auf das eigene innere Maß zu hören. Es geht nicht darum, eine Summe zu leisten, die äußerlich überfordert oder in ein Missverhältnis zu den eigenen Möglichkeiten gerät. Zugleich ist es sinnvoll zu prüfen, welchen Wert dieser Kurs hat und ob mit der Spende auch eine kleine, bewusste Hürde genommen wird – ein Schritt, der Verbindlichkeit schafft und den eigenen Einsatz real werden lässt. Das rechte Maß liegt dort, wo die Spende weder leichtfertig noch belastend ist, sondern als stimmiger Ausgleich erlebt werden. Vielen Dank.